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The Schneider surname

Origin, meaning, history and distribution of the surname Schneider.

Quick answer: Der Familienname Schneider ist ein mittelhochdeutscher Berufsname, abgeleitet von 'snīdӕre' für 'jemand, der schneidet'. Er bezeichnete ursprünglich einen Tuchschneider oder Kleidermacher. Schneider zählt zu den dritthäufigsten Familiennamen Deutschlands und ist in ganz Europa sowie in Nord- und Südamerika weit verbreitet.

Herkunft und Bedeutung

Der Familienname Schneider ist ein klassischer Berufsname und bezeichnet denjenigen, der Tuch zuschnitt und Kleidungsstücke fertigte. Im heutigen Deutschen trägt das Wort dieselbe Bedeutung wie im Mittelalter. Der Name entstand, als sich zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum erbliche Familiennamen herausbildeten. Familien, deren Vorfahren als Schneider tätig waren, übernahmen diesen Beruf als dauerhaften Familiennamen.

Als Berufsname gehört Schneider zur gleichen Kategorie wie Müller, Schmidt oder Weber. Die Häufigkeit des Berufs in mittelalterlichen Städten, wo Schneider zu den meistausgeübten Gewerben zählten, erklärt die weite Verbreitung des Namens. In Deutschland belegt Schneider regelmäßig den dritten Platz unter den häufigsten Familiennamen, nach Müller und Schmidt.

Etymologie und sprachliche Wurzeln

Sprachlich leitet sich Schneider vom mittelhochdeutschen Wort snīdӕre (auch: sneider) ab, das 'jemand, der schneidet' bedeutet. Wurzel ist das mittelhochdeutsche Verb snīden, 'schneiden', das dem neuhochdeutschen 'schneiden' entspricht.

Im Norddeutschen existiert mit Schröder (auch: Schroeder, Schrader) eine etymologisch verwandte niederdeutsche Parallelform, die auf das niederdeutsche Verb schroden ('hauen, zurechtschneiden') zurückgeht. Der norddeutsche Schröder ist damit lautlich der süddeutsche Schneider.

Als aschkenasisch-jüdischer Name wurde Schneider ebenfalls als Berufsname übernommen, als jüdische Familien im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert in vielen europäischen Ländern verpflichtend erbliche Familiennamen annehmen mussten. Wer als Kleidermacher tätig war, wählte häufig den Namen Schneider.

Geschichte und frühe Belege

Der Beruf des Schneiders gewann erst gegen Mitte des 12. Jahrhunderts weite Verbreitung, da Kleidung bis dahin überwiegend im Haushalt gefertigt wurde. Mit der Entwicklung des städtischen Handwerks etablierten sich spezialisierte Schneider als eigenständiger Berufsstand.

Ab dem 13. Jahrhundert organisierten sich Schneider in mittelalterlichen Städten wie Köln, Hamburg und Frankfurt in Zünften, was den Beruf gesellschaftlich festigte und sein Ansehen hob. Familiennamen verbreiteten sich im deutschsprachigen Raum zuerst in den west- und süddeutschen Städten, wo schriftliche Urkunden des 12. Jahrhunderts erste Belege liefern.

Als eine der frühesten urkundlichen Nennungen gilt der Eintrag Rotcher Sniter aus Greifswald, datiert auf das Jahr 1302. Die Schreibweise variierte in frühen Quellen stark: Belegt sind Formen wie Snider, Sniter, Sneider und Schneidau.

Geografische Verbreitung heute

Der Familienname Schneider ist weltweit verbreitet und konzentriert sich stark im deutschsprachigen Raum. Nach Daten von Forebears trägt in Deutschland etwa jede 184. Person diesen Namen. Deutschland ist mit großem Abstand das Land mit den meisten Namensträgern: Rund 58 Prozent aller weltweit bekannten Schneider-Träger leben dort.

Weitere Schwerpunkte der Verbreitung:

Weltweit gilt Schneider laut Forebears als einer der häufigsten deutschen Familiennamen; die Mehrheit der Namensträger lebt in germanischsprachigen Regionen Europas.

Varianten und Schreibweisen

Im Laufe der Jahrhunderte und durch Auswanderung in verschiedene Länder entstanden zahlreiche Varianten des Namens:

Die norddeutsche Entsprechung Schröder ist etymologisch verwandt, hat sich jedoch als eigenständiger Familienname mit eigener Verbreitung etabliert.

Bekannte Namensträger

Der Name Schneider wird von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum und der Welt getragen:

Die Häufigkeit des Namens erklärt, warum er in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens vertreten ist.

Common variants

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Frequently asked questions

Was bedeutet der Familienname Schneider?

Schneider ist ein Berufsname und bedeutet wörtlich 'jemand, der schneidet', abgeleitet vom mittelhochdeutschen 'snīdӕre'. Er bezeichnete ursprünglich einen Tuchschneider oder Kleidermacher, also den Beruf, der noch heute als Schneider oder Maßschneider bekannt ist.

Wie häufig ist der Nachname Schneider in Deutschland?

Schneider gehört zu den dritthäufigsten Familiennamen in Deutschland, nach Müller und Schmidt. Nach Daten von Forebears trägt etwa jede 184. Person in Deutschland diesen Namen.

Ist Schneider auch ein jüdischer Familienname?

Ja. Schneider ist auch unter aschkenasischen Juden als Berufsname verbreitet. Als jüdische Familien in vielen europäischen Ländern im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert erbliche Familiennamen annehmen mussten, wählten viele ihren Beruf als Nachnamen. Kleidermacher und Tuchschneider nahmen daher häufig den Namen Schneider an.

Welche anderen Familiennamen sind mit Schneider verwandt?

Etymologisch verwandt ist vor allem der norddeutsche Name Schröder (auch: Schroeder, Schrader), der auf das niederdeutsche Verb 'schroden' zurückgeht und denselben Beruf bezeichnet. Im angloamerikanischen Raum sind Snyder, Snider und Sneider anglisierte Formen. In den Niederlanden entsprechen Snijder und Sneijder dem deutschen Schneider.